Sculpture Magazine - July/August 2003 vol.22 No.6

Reviews: New York - Deborah Masters at Maurice Arlos Fine Art
By Jonathon Goodman


Art in Armerica - February 2003

Deborah Masters at Maurice Arlos and Smack Mellon By Lilly Wei


New York Times - September 27, 2002


'Sacred Matter’
- Karen Dolmanisth and Deborah Masters By Holland Cotter - Smack Mellon Studios


Vie Des Arts - 2001


DEBORAH MASTERS - An American in New York By Paquerette Villeneuve


The Brooklyn Papers “GO”: January 13, 2003


Thinking Big - Sculptor Deborah Masters Talks about her ‘Angel’ in the Brooklyn Public Library
By Lisa J. Curtis


Art in America - March 1992


Deborah Masters at LedisFlam By Nancy Princenthal


Village Voice - January 23, 1990


“Women in Command”

By Arlene Raven


Art in America -June 2001


Public Art in New JFK Terminal By Cathy Lebowitz


Reviews:
The New York Times - The Arts -Thursday, May 24, 2001

Being Met At the Airport By New Art - Big, Bold Installations For a Rebuilt Kennedy Arrivals Terminal
By CELESTINE BOHLEN


Art in America - ART WORLD - April, 2002

Awards...


Greenline- Revelations- Artist and Activist


Brigette by Barbara Schaeffer


Philadelphia Inquirer- In Sculptor's Figures, A Mysterious Gravity


NY Times- Dith Pran- Front Page Sunday Times


The New York Times - Friday, October 4, 2002


ART GUIDE - Last Chance


Newsday -City - Thursday April 26, 2001


Missing Cloth’s No Cover-Up

By Pete Bowles


CRAIN’S New York Business - Jan. 28-Feb. 4, 2001


The Fine Art of Traveling


Daily News - Wednesday, April 25, 2001


“Artist Adds Loincloth to Jesus in JFK Mural”

By Warren Woodberry Jr.


The New York Times -The Metro Section - Wednesday, April 25, 2001


Blushing, Then Brushing, Artist Covers Nude Christ
By SUSAN SAULNY


DIE ZEIT - 4/6/2002 


Hipster auf Asbest
Nur eins stört den industriellen Charme im Szeneviertel Williamsburg: die Industrie
Thomas Fischermann


New York Times - Making ‘Dwell Time’ Fly Just a Little Faster


New $1.4 Billion Terminal at J.F.K. Aims to Ease Waits for Passengers
By Ronald Smothers


The North Brooklyn Community News-GREENLINE- January 6- Feb 27, 2003


Crossing Brooklyn: Angel in Crown Heights
Deborah Masters


Punkasspunk.com, phancy.com April 24, 2001
Jesus' groin painted over after complaints


Above the Immigration Hall, Walking New York

Describing the theme of her narrative relief panels mounted on a 300-foot wide space above the immigration booths, sculptor Deborah Masters emphasizes the familiar, as well as the diverse in New York


Hemispheres - August 2001


Terminal Bliss
/ New York's JFK
By David Butwin


Interior Design - 9/1/2001


First Class - Skidmore, Owings & Merrill designs a new international terminal at JFK. By Edie Cohen


Los Angeles Times - Sunday, May 20, 2001


“New York’s JFK Airport Opens a New Terminal”


Brooklyn Bridge - September 1996


“Casts of Thousands”

By Bonnie Schwartz


New York Times - LedisFlam
April 1, 1988


Blue Angel:
The Decline of Sexual Stereotypes in Post-Feminist Sculpture By Michael Brenson


New York Times - LedisFlam -
March 3, 1989


Beyond Slickness: Sculptors Get Back to Basics”
By Michael Brenson


Village Voice - March 9th, 1993


LedisFlam - ‘Covert Action’
By Elizabeth Hess


Chico Enterprise Record - August 17, 1990


“Garden of Statues Grows at Chico State”


ARTLETTER- 1991


A Publication of the Art Department of California State University at Chico
“The Monoliths Have Landed”


The Daily News-Wednesday April 25, 2001


Mural Modesty - After complaint, artist adds loincloth to nude figure of Jesus - By Paul Mose


Newsday Copy- Profile- Sheila McKenna


ARTLETTER 1989-1990 Edition


“Visiting Artists & Scholars”
- Deborah Masters
California State University, Chico


Style: The Washington Post -Wednesday, September 4, 2002

Forsaken Warehouse District Is New York’s Latest Art Home
By Blake Gopnik


Gracie Mansion Gallery - Arts Magazine


“New York in Review”

By Robert Mahoney


Art in America - LedisFlam


Women at War 1993
By Ruth Bass


The New Zealand Hereld, World News - Thursday, April 26, 2001


X-rated Jesus given face-saving Y-fronts


JFK Catalogue Copy


The Brooklyn Phoenix - October 1988


LedisFlam
‘Trails of Showing Sculpture in Park’


Chico Enterprise Record - Friday, August 17, 1990


“Three Sisters and a Rose Garden”


The Orion - January 30, 1991


Sister, Sister: Masters’ Final Sculpture Project Looks Inward”
By Courtney Rastatter


The Orion - 1991


“Sculpture’s New Location Solves Controversy”

By Lauren Dodge


PennState Harrisburg Currents -
Fall 1990


“Sculpture Garden Receives an Angel”


Eureka Standard- Jesse


New Yorker, Nancy Ramsey, Loft Tenants


Brooklyn Magazine
Brooklyn Artists, The Newest Left Bank
Amy Virshup, 1986


 

DIE ZEIT - 46/2002 
Hipster auf Asbest
Nur eins stört den industriellen Charme im Szeneviertel Williamsburg: die Industrie


Thomas Fischermann


Das dritt-hippste Stadtviertel der USA liegt fünf Minuten von Manhattan entfernt am Ufer des East River und heißt Brooklyn-Williamsburg. Das hat kürzlich zumindest das sehr hippe Utne-Magazin beschlossen, und es muss etwas dran sein: Die Wohnungen sind seit ein paar Jahren ähnlich teuer wie die im edlen Greenwich Village, Szeneschuppen namens Luxx oder Galapagos haben die düsteren Lagerhallen des ehemaligen Industrieviertels erobert, Galerien für Hipster und Fachgeschäfte für Schokoladencroissants (2,50 Dollar das Stück) verdrängen die angestammten Nachbarschaftsläden. Doch in der ganz persönlichen Stadtführung von Deborah Masters spielt das schicke Nachtleben von Williamsburg keine Rolle. "Sehen Sie diesen grün-weißen Sand da drüben?", fragt sie und deutet aus dem Fenster ihres gigantischen Loftgebäudes, gleich gegenüber dem Hafen von Brooklyn. "Das ist Asbest. Und da drüben", ihre Hand wandert weiter nach rechts, "liegt seit einem Jahr ein Grundstück brach. Sehen Sie einen einzigen Grashalm? Nix. Da wächst überhaupt nichts mehr."
Deborah Masters ist 51 Jahre alt und Künstlerin. Sie braucht viel Platz, um ihre mächtigen Steinskulpturen zu meißeln, und ist deswegen vor dreieinhalb Jahren nach Williamsburg gezogen. Als es noch preiswert war. Deborah Masters ist halb Griechin, halb Irin, und deshalb hat sie manchmal "ein ziemlich unausstehliches Temperament" und will sich überall einmischen: erst im örtlichen Gemeinderat und dann zunehmend in Umweltschutzorganisationen. Denn der dritt-hippste Stadtteil der USA hält noch einen anderen Rekord. Es ist das verschmutzteste Stadtviertel von New York und vielleicht sogar von ganz Amerika. Altlasten von Industriebetrieben, sieben Kraftwerke, Umladeplätze für Sondermüll. Eine Kläranlage ohne ordentliche Abdeckung, eine Wiederaufarbeitung für Hafenschlamm, Werften und Schrottplätze. Gebäude voller Asbest und Bleifarben. "Weil sich jahrzehntelang keiner gewehrt hatte", sagt Deborah Masters.
Denn fair ist es natürlich nicht, die Umwelt eines einzelnen Stadtviertels so stark zu verschmutzen - und genau genommen auch ungesetzlich. Doch Williamsburg war traditioinell ein Viertel für Einwanderer aus Lateinamerika und Polen, für orthodoxe Juden - ärmere Bevölkerungsgruppen, die selten zu ihrem Recht kommen und obendrein selber in den "Pestschleudern" arbeiten. "Im Bezirksrat sitzen immer noch diese alten Mitglieder", regt Deborah Masters sich auf, "die sich nie im Leben mit einem Industriellen oder einem Gebäudeplaner anlegen würden". Sogar etliche Nachbarn, denen sie Flugblätter über verschmutzte Luft in die Hand drücken wollte, lehnen dankend ab. "Die wollen nicht mal wissen, worum es geht".
Doch das wird im neuen, hippen Williamsburg natürlich anders. Auf die Künstler in ihren billigen Lofts sind die Galeristen gefolgt, dann die Lifestyle-Jünger, Kneipiers, Tätowierer, Journalisten, Wall-Street-Banker. Sie wollen den rauen industriellen Charme der Gegend genießen, aber ohne Gesundheitsfolgen, sie haben Sinn und Zeit für Bürgerinitiativen wie "Stop the Barge" und "Neighbors Against Garbage" (Nachbarn gegen den Müll"). Sie nerven die örtliche Niederlassung des Umweltamtes zu Tode und klagen vor Gerichten gegen die angestammten Unterehmen. Und so treiben sie den Wandel in Williamsburg voran: besonders die Vertreibung der Ur-Einwanderer. "Etliche Fabrikbesitzer haben längst gemerkt, dass sie durch Vermieten viel mehr Geld machen können", berichtet Deborah Masters, und der Ärger mit der Umwelt lässt sich so ebenfalls vermeiden. Eine Fabrik nach der nächsten macht dicht, statt dessen sind Lofts in alten Fabrikgebäuden und Lagerhallen für mehrere tausend Dollar Monatsmiete im Angebot. Unbezahlbar natürlich für die Einwanderer aus Lateinamerika oder Polen, aber deren Jobs gehen bei der Sache ja sowieso drauf. "Gentrification" nennt man diesen Prozess.
Für Deborah Masters ist es fast ein deja vu: Bevor die Künstlerin nach Williamsburg zog, hatte sie in Dumbo gewohnt - einem kleinen Stadtteil gleich unter der Manhattan Bridge. "Millionenschwere Apartments" gebe es da heute, sagt Deborah Masters, über die Jahrzehnte habe sich die Gegend vom düsteren Industriegebiet zur respektablen Wohngegend gewandelt, "für Leute, die gleich mitsamt ihren Kindermädchen eingezogen sind. Aber gesünder, viel gesünder ist das Leben dort heute", sagt sie. Und schaut sich, wie viele ihrer Künstlerkollegen, schon wieder nach neuen Stadtvierteln um. Sie werden schon einen neuen, preiswerten, umweltverschmutzten Platz finden, wenn Brooklyn-Williamsburg erst teuer und sauber ist. Die Hipster folgen bestimmt schnell nach.
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